Lungenkrebs verstehen

Was ist Lungenkrebs?

Unsere Lunge leistet so viel, ohne dass es uns bewusst ist. Dieses beeindruckende, lebenswichtige Organ ermöglicht die Atmung, bringt den aus der Luft aufgenommenen Sauerstoff ins Blut und versorgt den ganzen Körper damit. Die Lunge hat somit eine große Verantwortung zu tragen – und zwar unser Leben, denn unsere körperliche Leistungsfähigkeit ist stark von der Lungenfunktion abhängig. Wenn nun dieses essenzielle Organ krank wird, wirkt sich das nicht nur auf die Atemfunktionen, sondern auf den gesamten Körper aus. 

 

Lungenkrebs gehört zu den lebensbedrohlichsten Lungenerkrankungen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass bei vielen Menschen betretenes Schweigen eintritt, sobald diese lebensverändernde Diagnose gestellt wird. Um Lungenkrebs aber wirklich zu verstehen, müssen wir zunächst eines verstehen: die Lunge selbst. 

Ein ganz besonderes Organ

Aufbau der Lunge

Die Lunge ist das Atmungsorgan des Menschen. Mit jedem Atemzug fließt etwa ein halber Liter Luft durch unsere Atemwege. Diese reichen von Mund und Nase bis zur Luftröhre, die letztlich zu den beiden Lungenflügeln führt. In der Lunge findet dann vor allem der sogenannte Gasaustausch statt. Bei dieser lebenswichtigen Aufgabe der Lunge wird das Blut mit frischem Sauerstoff angereichert und der verbrauchte Sauerstoff in Form von Kohlendioxid (CO2) aus dem Blut entfernt. Doch die Lunge erfüllt noch weitere wichtige Aufgaben, wie etwa die Reinigung und Befeuchtung der Atemluft. 

Die Lunge liegt im Inneren des Brustkorbs. Sie grenzt an die Rippen, nach unten an das Zwerchfell (Diaphragma) und zur Körpermitte an die Region hinter dem Brustbein (Mediastinum) und an das Herz. Die Lunge des Menschen besteht aus zwei Lungenflügeln, die wiederum in Lappen unterteilt sind. Der Aufbau der Lunge kann bildhaft mit einem auf dem Kopf stehenden Baum verglichen werden. Den Stamm dieses Baumes bildet die Luftröhre (Trachea), die sich in zwei Hauptäste, den linken und rechten Hauptbronchus, verzweigt. Die beiden Hauptbronchien leiten die Luft in den linken bzw. den rechten Lungenflügel. 

 

Ähnlich wie die Äste und Zweige eines Baumes, die sich immer weiter verdünnen, verzweigen sich auch die Hauptbronchien in immer feinere Atemgänge und münden in die Lungenbläschen (Alveolen). 

 

Die Anatomie der Lunge ist entscheidend für ihre Funktion. Über den Tag atmet eine durchschnittliche Person bei normaler Bewegung bis zu 20.000 Liter (entspricht in etwa dem Volumen eines einfachen Swimmingpools) Luft ein und aus. Diese Atemluft enthält oft gesundheitsschädigende Fremdstoffe, welche sich auf den Atemwegen ablagern können. Doch die Lunge verfügt über einen Abwehrmechanismus zum Selbstschutz. So ist die Oberfläche der Atemwege über weite Strecken mit Zellen besetzt, die mittels feiner Härchen (Zilien) Fremdkörper aus der Atemluft herausfiltern. Diese Härchen transportieren die Fremdkörper durch schlagende Bewegungen in Richtung Hauptbronchien, von wo aus sie abgehustet werden. Zusätzlich wird die Atemluft auf dem Weg zu den Lungenbläschen angefeuchtet, um sie für das Lungengewebe verträglicher zu machen. 

 

Die wohl wichtigste Aufgabe der Lunge ist allerdings der bereits erwähnte Gasaustausch. In den Lungenbläschen findet der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid zwischen der Atemluft und dem Blut statt. Auch für diese Funktion spielt der Aufbau des Atmungssystems eine große Rolle. Denn die Lungenbläschen haben eine besonders große Oberfläche – insgesamt die Fläche eines Fußballfeldes – mit der sie eine optimale Sauerstoffversorgung sicherstellen. 

 

Die Anatomie der Lunge ist entscheidend für ihre Funktion. Über den Tag atmet eine durchschnittliche Person bei normaler Bewegung bis zu 20.000 Liter (entspricht in etwa dem Volumen eines einfachen Swimmingpools) Luft ein und aus. Diese Atemluft enthält oft gesundheitsschädigende Fremdstoffe, welche sich auf den Atemwegen ablagern können. Doch die Lunge verfügt über einen Abwehrmechanismus zum Selbstschutz.

So ist die Oberfläche der Atemwege über weite Strecken mit Zellen besetzt, die mittels feiner Härchen (Zilien) Fremdkörper aus der Atemluft herausfiltern. Diese Härchen transportieren die Fremdkörper durch schlagende Bewegungen in Richtung Hauptbronchien, von wo aus sie abgehustet werden. Zusätzlich wird die Atemluft auf dem Weg zu den Lungenbläschen angefeuchtet, um sie für das Lungengewebe verträglicher zu machen. 

 

Die wohl wichtigste Aufgabe der Lunge ist allerdings der bereits erwähnte Gasaustausch. In den Lungenbläschen findet der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid zwischen der Atemluft und dem Blut statt. Auch für diese Funktion spielt der Aufbau des Atmungssystems eine große Rolle. Denn die Lungenbläschen haben eine besonders große Oberfläche – insgesamt die Fläche eines Fußballfeldes – mit der sie eine optimale Sauerstoffversorgung sicherstellen.

Ein schneller Überblick

Erkrankungen der Lunge

Durch die Atemluft steht die Lunge in direktem Kontakt mit der Außenwelt. Sie ist deshalb besonders durch das Einatmen von Pollen, Staub, Keimen und giftigen Substanzen gefährdet. Die Lunge schützt sich mit einigen Mechanismen vor diesen Außeneinflüssen. Dazu gehört zum Beispiel eine schützende Schleimschicht in den Atemwegen und eine Reihe von Immunzellen, die in der Schleimhaut Wache halten. Manchmal jedoch schaffen es schädliche Substanzen, trotzdem bis in die Lunge vorzudringen und dort Erkrankungen auszulösen. Neben Umwelteinflüssen, Infektionen und Lebensstil können Lungenerkrankungen auch erblich veranlagt sein. Hier findest du einen Überblick über einige Erkrankungen der Lunge.

Wovon reden wir?

Definition von Lungenkrebs

Der Lungenkrebs ist eine bösartige Wucherung (Tumor), die ihren Ursprung in den Zellen des Lungengewebes hat. Zellen im menschlichen Körper teilen sich während der gesamten Lebenszeit. Dabei kann es passieren, dass sie geschädigt werden. Meistens ist der Körper in der Lage, diese kranken Zellen zu erkennen und zu vernichten. Manchmal gelingt das jedoch nicht und die Zellen beginnen, sich unkontrolliert zu teilen. Daraus entsteht ein bösartiger Tumor, was man als Karzinom oder eben Krebs bezeichnet.  

Ein Lungenkarzinom kann sich in allen Bereichen der Lunge entwickeln und wächst zunächst nur an diesem Ort in einem Gewebeverband (solide Tumoren). Der Tumor in der Lunge bleibt aber, wenn die Erkrankung fortschreitet, oft nicht auf dieses eine Organ beschränkt. Über die Lymphbahnen können einzelne Krebszellen in die Lymphknoten und mit dem Blutstrom in entfernter liegende Organe gelangen, wo sich daraus Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, bilden. Besonders häufig sind bei Lungenkrebs die Leber, das Gehirn und die Knochen von Metastasen betroffen. 

 

Was passiert im Körper?

So entsteht Lungenkrebs

Lungenkrebs beginnt mit einer Veränderung der Erbinformation (DNA) einer Zelle in der Lunge. Die DNA legt in einer gesunden Zelle u. a. fest, wann diese sich teilen und somit vermehren oder ob sie absterben soll. Ein kontrolliertes Absterben von Zellen ist für den Körper dann sinnvoll, wenn sich durch einen spontanen Vorgang oder äußere Einflüsse die DNA einer Zelle verändert hat. Stirbt eine Zelle mit veränderter Erbinformation nicht ab, kann sie sich unkontrolliert teilen und so einen Tumor entstehen lassen. Verschiedene Ursachen und Risikofaktorenkönnen diese Veränderungen in der Erbinformation begünstigen. 

Die veränderten Tumorzellen verbleiben entweder am Ort ihrer Entstehung in der Lunge oder wandern zudem in andere Körperregionen ab, wo sie Metastasen ausbilden können. In der Lunge befinden sich unterschiedliche Zelltypen, die der Krebserkrankung zugrunde liegen können. Für eine erfolgreiche Therapie wird daher genau untersucht, um welche Art von Lungenkrebses sich handelt und wie weit er sich ausgebreitet hat.

 

 

Wie groß ist das Risiko?

Häufigkeit von Lungenkrebs

Laut des Robert Koch Institutes (RKI) gehört Lungenkrebs in Deutschland zu den häufigsten Krebsarten. Im Jahr 2020 erkrankten daran etwa 34.100 Männer und 22.590 Frauen. Die Zahl der Neuerkrankungen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen.  

Damit ist Lungenkrebs (13,0%) bei Männern nach Prostatakrebs (25,1%) die zweithäufigste Krebserkrankung – bei Frauen die dritthäufigste (9,8%) nach Brust- (30,5%) und Darmkrebs (10,5%). Im Gegensatz zu diesen anderen genannten Krebserkrankungen gibt es für Lungenkrebs allerdings noch keine Untersuchung im gesetzlichen Früherkennungsprogramm. Es wird aber aktuell geprüft, ob sich bestimmte Methoden zur Vorsorgeuntersuchung eignen könnten. 

Husten, Luft- und Atemnot oder Schmerzen im Brustraum sowie Gewichtsverlust können erste Warnzeichen sein und sollten als mögliche Symptome ernst genommen werden. Wer unter diesen Beschwerden leidet, sollte unbedingt ärztliches Fachpersonal aufsuchen. Bei Verdacht auf Lungenkrebs werden dann verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um eine gesicherte Diagnose zu stellen. 

 

Quellen

Deutsches Zentrum für Lungenforschung, Luftschadstoffe und Gesundheit, Stand: Januar 2019, URL: https://www.lungeninformationsdienst.de/aktuelles/news/artikel/luftschadstoffe-und-gesundheit (zuletzt aufgerufen: Mai 2024) 

 

Deutsches Zentrum für Lungenforschung, Lungenkrebs: Symptome, Entstehung, Formen, Stand: August 2021, URL: https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/lungenkrebs/grundlagen (zuletzt aufgerufen: Mai 2024) 

 

Elsevier, 12 Erstaunliche Zahlen zur Lunge, Stand: Januar 2020, URL: https://www.elsevier.com/de-de/connect/zahlen-zur-lunge (zuletzt aufgerufen: Mai 2024) 

 

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Wie funktioniert die Lunge, Stand: März 2023, URL: https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-lunge.html (zuletzt aufgerufen: Mai 2024) 

 

Robert Koch Instiut: Zentrum für Krebsregisterdaten, Lungenkrebs (Bronchialkarzinom), Stand:  Dezember 2023, URL: https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Lungenkrebs/lungenkrebs_node.html (zuletzt aufgerufen: Mai 2024) 

 

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