Lebenserwartung bei Lungenkrebs

Umgang mit dem Tod

Wie bei allen Krebserkrankungen besteht auch bei Lungenkrebs die Möglichkeit eines Fortschreitens der Erkrankung. Dennoch können Betroffene und ihre Familien durch frühzeitige und umfassende Auseinandersetzung mit dem Thema Tod und Sterben gestärkt und besser vorbereitet werden. Wir haben dir hier die Möglichkeiten zur umfassenden Unterstützung zusammengestellt.

Selbstbestimmt bis zum Schluss

Lebensqualität erhalten

Trotz der belastenden Diagnose sollte es dein Ziel sein, bis zum Schluss selbstbestimmt und mit dem größten Maß an Lebensqualität zu leben. Du musst das nicht allein bewältigen, es stehen dir jede Menge „helfende Hände“ zur Verfügung. Das könnte zum Beispiel in Form einer palliativen Therapie sein. Auch zu Hause im gewohnten Umfeld lassen sich viele Maßnahmen umsetzen, die verbleibende Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten:

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Psychisches Wohlbefinden
Es kann dir helfen, deine Gedanken, Emotionen und Bedürfnisse mit Angehörigen und Freund:innen zu teilen. Eine weitere Option bietet eine begleitende Psychotherapie und Seelsorge zur Verarbeitung der psychischen Belastungen.

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Bewegung und Sport
Sport hat einen direkten, positiven Einfluss auf dein psychisches und körperliches Wohlbefinden. Regelmäßige Bewegung erhöht die körperliche Fitness und verbessert dein Immunsystem.

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Gesunde Ernährung
Mit einer ausgewogenen Ernährung unterstützt du deinen Körper und gibst ihm die nötige Energie. Gleichzeitig verbessert sich dadurch auch dein generelles Wohlbefinden. Der Genuss darf auch nicht zu kurz kommen, deshalb iss auch mal, worauf du Lust hast. Kennst du unseren GenussKompass schon?

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Achtsamkeit und Entspannung
Übungen, die Ruhe in den Kopf bringen und dich zu neuen Kräften kommen lassen, sind immer eine gute Idee. Geeignet sind beispielsweise Yoga, Tai-Chi und Meditationen.

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Broschüre "Ratgeber für Erkrankte - Bewegung und Achtsamkeit bei Lungenkrebs"

Gemeinsam stark

Wichtige Wegbegleiter bei Lungenkrebs

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Ob Partner:in, Kinder, Enkel, Freundinnen oder Freunde – deine Angehörigen können Trost spenden, da sein und zuhören, mitfühlen sowie Entscheidungen mittragen oder als verlängertes Sprachrohr für dich auftreten.

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Gerade in dieser Phase ist die Information über den weiteren Verlauf der Krebserkrankung und denkbare körperliche Veränderungen ein Bedürfnis der Betroffenen und deren Angehörigen. Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über schmerztherapeutische Maßnahmen und die Behandlung anderer Symptome einer fortschreitenden Lungenkrebserkrankung.

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Psychoonkologisches Fachpersonal hat sich auf die psychologische Betreuung von Krebserkrankten spezialisiert und bietet professionelle Unterstützung beim Umgang mit Ängsten und Depressionen an. Im Rahmen vertrauensvoller Gespräche kannst du emotionale Entlastung erfahren. Manchmal sind es gerade außenstehende, neutrale Personen, bei denen wir offen Kummer und Sorgen aussprechen können.

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Ganz gleich, welcher Religion du angehörst, hast du die Möglichkeit, mit Seelsorger:innen in Kontakt zu treten. Ob im gemeinsamen Gebet oder Gespräch, Beichte oder Segnung, Seelsorge bietet Hilfe beim Finden von Antworten auf religiöse und nichtreligiöse Fragen. Seelsorgende findest du in deiner kirchlichen Gemeinde oder als Angestellte in Krankenhäusern.

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Kompetente Beratung und Beihilfe erhältst du von Sozialarbeitenden, welche meist in Krankenhäusern beschäftigt sind. Hierbei kannst du organisatorische Dinge wie die Beantragung häuslicher Krankenpflege, die Vermittlung von Hospiz- oder Pflegeheimplätzen sowie die finanzielle Existenzsicherung klären. Weiterhin bieten Sozialarbeitende Unterstützung beim Ausfüllen von Patientenverfügungen.

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Es kann sehr hilfreich sein, seine Erfahrungen mit anderen Lungenkrebserkrankten auszutauschen. Innerhalb einer Selbsthilfegruppe können sich Betroffene gegenseitig helfen und Trost spenden.

In den letzten Tagen

Versorgung im Hospiz

Wenn es absehbar ist, dass es für deine Erkrankung keine medizinische Heilung mehr gibt und dir nur noch eine begrenzte Zeit übrigbleibt, bietet sich die Versorgung in einem Hospiz an. Dein Ärzteteam würde dich in diesem Fall darauf ansprechen. Das Hospiz (lateinisch für Ruheraum) ist ein Ort, an dem Menschen in ihrer letzten Lebensphase sowie ihren Angehörigen ein gemeinsames Abschiednehmen und zur Ruhe kommen ermöglicht wird.

Im Fokus stehen die persönlichen Wünsche des Betroffenen, sei es Zusprache und Beistand und/oder oder eine umfassende medizinische und persönliche Betreuung. Krankheitssymptome werden ständig überwacht und eine individuelle medizinische Behandlung ist rund um die Uhr gewährleistet.

Himmel mit rosa und blauen Wolken bei Sonnenuntergang.

Die Betreuung erfolgt dabei durch ein interdisziplinäres Team bestehend aus Pflegepersonal, Ärzt:innen, Sozialarbeiter:innen, Psycholog:innen, Physiotherapeut:innen, ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen, Kunst- oder Musiktherapeut:innen.

Für Angehörige besteht ebenfalls oft die Möglichkeit einer Trauerbegleitung nach dem Tod der Patient:in, um das Geschehene zu verarbeiten. Die Hospizversorgung ist kostenlos für Patient:innen. Generell tragen die Kranken- und Pflegekassen die Finanzierung der stationären Hospizleistungen. Ambulante Hospizleistungen werden in der Regel ehrenamtlich geleistet.

Hospize finanzieren sich außerdem zu einem Teil über Spenden. So kann jeder freiwillig einen Teil dazu beitragen, dass der Hospizbetrieb aufrechterhalten werden kann.

Ähnlich wie die Reha und die Palliation kann die Hospizarbeit ambulant oder stationär stattfinden. 

  • Im ambulanten Hospiz werden die Sterbenden in ihrer eigenen Wohnung betreut. Meist erfolgt dies direkt durch die Angehörigen. Allerdings kann auf Wunsch oder Bedarf auch weitere Unterstützung ins Haus geholt werden. Im Vordergrund steht hier oft die psychologische und soziale Komponente. 
  • Falls die häusliche Versorgung nicht möglich oder nicht gewünscht kann ein stationäres Hospiz aufgesucht werden. Auch hier liegt der Fokus besonders auf der intensiven persönlichen Betreuung und psychologischen und medizinischen Umsorgung. Allerdings bleibt es den Patient:innen selbst überlassen, wie und wann sie versorgt werden wollen. Im stationären Hospiz sollen sowohl Sterbende als auch Angehörige zur Ruhe kommen und sich so wohl wie möglich fühlen. Oft ist es möglich eigene Möbelstücke und Andenken mit ins Hospiz zu nehmen, um eine vertrautere Atmosphäre zu schaffen.

Wie der Abschied leichter fällt

Vorbereitungen treffen

Der Tod eines geliebten Menschen kann Angehörige lange Zeit erschüttern. Um die Zeit unmittelbar vor und nach dem Tod für alle Betroffenen einfacher zu machen, kann es sich lohnen, frühzeitig Vorkehrungen für diesen Extremfall zu treffen. 

Vollmachten aussprechen und Verfügungen erteilen

Im Laufe der Erkrankung kann es vorkommen, dass du nicht mehr im vollen Besitz deiner geistigen und körperlichen Kräfte bist. Um sicher zu sein, dass deine Wünsche auch in dieser Zeit berücksichtigt werden, ist es wichtig, rechtzeitig Vollmachten auszusprechen. 

Mit einer Vollmacht ernennst du eine:n Stellvertreter:in, die oder der in deinem Namen wichtige Entscheidungen treffen und ausführen darf. Dabei sind die wichtigsten Vollmachten die Vorsorgevollmacht und die Generalvollmacht. In beiden Fällen bestimmst du damit eine Person, die sich zu deinen Lebzeiten um deine persönlichen, rechtlichen und finanziellen Belange kümmern soll. Im Unterschied zur Generalvollmacht ist die Vorsorgevollmacht erst gültig, wenn du nicht mehr in der Lage bist, deine eigenen Belange zu regeln.

Für die Gestaltung von Vollmachten gibt es in der Regel keine festen Vorschriften. Allerdings empfiehlt es sich, den Umfang der Vollmacht und die Gültigkeit genau festzulegen. Eine anwaltliche Beratung kann hierbei sehr nützlich sein.

Anders als eine Vollmacht schreibt eine Verfügung direkt vor, was in einer bestimmten Situation getan werden muss. Mit einer Patient:innenverfügung kann z. B. festgehalten werden, ob und welche lebenserhaltenden Maßnahmen im Notfall ergriffen werden sollen und für wie lange diese gelten. Auch hier lohnt es sich, frühzeitig den Kontakt zu einer Anwalts- oder Notarkanzlei zu suchen. Eine besondere Form der Verfügung ist das Testament.

Ein Testament verfassen

Mit einem Testament wird festgehalten, wie nach dem Tod die Erbfolge erfolgen soll. Es ist nicht verpflichtend, ein Testament anzufertigen. Wenn keines existiert, ist die Erbfolge staatlich geregelt.

Über ein Testament wird aber nicht nur der weiter Umgang mit (materiellem) Besitz verfügt, sondern auch die Details der Bestattung und Trauerfeier geklärt. Sowohl handschriftliche als auch, in Notfällen, mündliche Testamente können gültig sein, sofern sie in Form und Zeugenlage mit geltendem Erbrecht übereinstimmen.

Ein älteres Paar sitzt am Tisch und blickt konzentriert auf Dokumente.

Wenn du dir absolut sicher sein möchtest, dass dein Testament rechtens ist, empfiehlt sich ein notarielles Testament oder eine anwaltliche Prüfung des selbst aufgesetzten Testaments. Dafür fallen zwar Gebühren an, aber die Rechtskräftigkeit ist gesichert. 

Wende dich rechtzeitig an eine Anwaltskanzlei für Erbrecht, um dich zu deinem Testament beraten zu lassen.

Weitere Informationen sowie externe Links haben wir dir zu diesem Thema auch auf der Seite Beruf und Sozialrecht zusammengestellt.

Tipps für Angehörige zum Umgang mit Trauer

Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist niemals einfach. Der Trauerprozess ist für jeden Menschen individuell und fordert seine eigene Zeit. Es ist wichtig, dass du geduldig mit dir bist und dir selbst genügend Zeit einräumst. Hole dir Unterstützung durch Freund:innen, Verwandte, Ärzt:innen und Psycholog:innen. Auch Seelsorger:innen, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen für Trauernde können Erleichterung verschaffen. Verlass dich auf dieses Netzwerk, besonders in schwierigen Zeiten.

Setz dir Ziele, mit denen du einen geregelten Tagesablauf organisieren kannst. Anfangs reichen kleine Vorhaben (z. B. jeden Tag frisch kochen, eine Trauergruppe besuchen, ein Spaziergang an der frischen Luft), die du aber nach und nach ausweiten kannst. Ein langfristiges Projekt kann sich ebenfalls anbieten (z. B. eine berufliche Weiterbildung, ein Ehrenamt übernehmen, eine lang ausgestellte Reise unternehmen).

Der Umgang mit Trauer ist kein geradliniger Prozess. Verzeih dir selbst Fehler und Rückschritte. Auch wenn es anfänglich schwerfällt, erlaube dir, glücklich zu sein, und geh liebevoll mit dir um. Unternehme Dinge, die dir Spaß machen und guttun, und nimm dir die Zeit, die du brauchst.

Die Beratungsstellen der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und ihre Ländergesellschaften können dir bei der Suche nach Unterstützung helfen. 

Auf unserer Seite findest du nützliche Adressen.

Wie man mit jüngeren Angehörigen altersgerecht über Krankheit, Sterben und Tod sprechen kann

Es ist unser tiefster Instinkt, Kinder vor Schmerz schützen zu wollen. Doch Psychoonkolog:innen betonen, wie wichtig es ist, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Kinder spüren ohnehin sehr genau, wenn sich die Atmosphäre zu Hause verändert. Wenn wir aus Sorge schweigen, suchen sie die Schuld für die bedrückte Stimmung oft bei sich selbst. Eine offene, altersgerechte Einbindung ist daher der beste emotionale Schutz.

Wähle klare Worte statt beschönigender Umschreibungen: Metaphern wie „einschlafen“ können bei kleinen Kindern reale Ängste vor dem eigenen Schlaf auslösen. Du musst in diesen Momenten auch nicht stark sein. Wenn du weinst, zeigst du deinem Kind ganz natürlich, dass Trauer eine gesunde und erlaubte Reaktion ist. Betrachte den Austausch nicht als ein einziges, schweres Gespräch, sondern als eine liebevolle, fortlaufende Begleitung. Auch Jugendliche brauchen nun diese Offenheit, gepaart mit dem Freiraum, auf ihre ganz eigene Art zu trauern – sei es durch viele Fragen oder durch Rückzug.

Die 3 wichtigsten Tipps auf einen Blick

  • Klare Worte statt Metaphern: Verzichte auf Umschreibungen wie „einschlafen“, um zu verhindern, dass bei jüngeren Kindern unnötige Ängste (z. B. vor dem Zubettgehen) entstehen.
  • Gefühle offen vorleben: Verstecke deine eigenen Tränen nicht. Das offene Zeigen von Emotionen signalisiert Kindern und Jugendlichen, dass Trauern richtig und wichtig ist.
  • Raum geben, ohne Erwartungen: Betrachte den Austausch als liebevolle Einladung, nicht als Pflicht. Ein gemeinsames Aushalten von Unsicherheit („Das weiß ich gerade auch nicht“) spendet in dieser Phase oft mehr Nähe als jede erzwungene Erklärung.

Die letzte Lebensphase begleiten: Hinweise für Angehörige

Da sein in den letzten Tagen: Was du jetzt tun kannst

Die letzten Tage und Stunden im Leben eines geliebten Menschen zu begleiten, ist eine zutiefst emotionale Ausnahmesituation. Viele Angehörige spüren in dieser Phase eine große Unsicherheit und die Angst, etwas falsch zu machen. Das Wichtigste vorweg: Du musst in dieser Zeit nichts leisten und keinen perfekten Abschied inszenieren. Oft ist deine bloße, ruhige Anwesenheit das Wertvollste, was du deinem Angehörigen jetzt schenken kannst. Zu wissen, dass man nicht allein ist, gibt Sterbenden ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Nähe schenken und Vertrauen spüren

Auch wenn dein Angehöriger viel schläft, unruhig wirkt oder nicht mehr ansprechbar zu sein scheint, nimmt er deine Nähe wahr. Das Gehör ist der Sinn, der uns Menschen am längsten erhalten bleibt. Du kannst dich einfach ans Bett setzen, leise sprechen, von schönen Erinnerungen erzählen oder vertraute Musik laufen lassen. Auch sanfte Berührungen, wie das Halten der Hand oder ein leichtes Streicheln über die Stirn, spenden Trost. Achte dabei ganz behutsam auf die Reaktionen: Körperliche Nähe kann guttun, sie kann aber auch als zu viel empfunden werden.

Kleine Gesten für Wohlbefinden und Entlastung

Um die verbleibende Zeit so friedvoll wie möglich zu gestalten, helfen oft schon kleine Veränderungen im Raum. Eine ruhige Atmosphäre mit gedimmtem Licht und frischer Luft baut bereits viel Anspannung ab. Wenn das Trinken schwerfällt oder ganz abgelehnt wird, ist das ein natürlicher Prozess des Körpers, der sich auf den Abschied vorbereitet. Es reicht jetzt meist völlig aus, die Lippen und die Mundschleimhaut regelmäßig mit etwas Wasser oder Tee zu befeuchten. Vergiss dabei auch dich selbst nicht: Es ist vollkommen in Ordnung, den Raum mal zu verlassen, durchzuatmen oder dich mit anderen Familienmitgliedern abzuwechseln. Du musst diesen Weg nicht allein gehen – das Pflege- und Hospizteam steht dir jederzeit stützend zur Seite.

FAQ

Wie erkenne ich, ob mein Angehöriger Schmerzen hat?

Achte auf nonverbale Signale wie eine zusammengezogene Stirn, eine angespannte Mimik, unruhige Bewegungen oder eine sehr flache, schnelle Atmung. Wenn du diese Zeichen bemerkst, informiere sofort das Pflegeteam, damit die Medikamente angepasst werden können.

Mein Angehöriger lehnt Essen und Trinken ab. Müssen wir eingreifen?

Nein. In den letzten Tagen fährt der Körper seine Funktionen natürlich herunter, das Hunger- und Durstgefühl schwindet von selbst. Künstliche Flüssigkeit kann den Organismus jetzt sogar belasten. Es reicht völlig, die Lippen mit einem Tuch zu befeuchten.

Dürfen wir am Krankenbett weinen oder müssen wir stark sein?

Du musst keine künstliche Stärke zeigen. Tränen sind ein natürlicher Ausdruck von Liebe und Trauer. Sterbende spüren die Atmosphäre ohnehin – das offene Zeigen von Gefühlen kann für alle Beteiligten befreiender sein als unterdrückter Schmerz.

Bekommt mein Angehöriger noch mit, was ich sage?

Ja, davon wird in der Palliativmedizin fest ausgegangen. Das Gehör ist der Sinn, der am längsten erhalten bleibt – selbst im tiefen Schlaf oder bei Bewusstlosigkeit. Sprich weiterhin leise, vertraut und ruhig mit deinem Angehörigen.

Was passiert, wenn ich im Moment des Todes nicht im Raum bin?

Das kommt sehr häufig vor und ist kein Grund für Schuldgefühle. Pflegende erleben häufig, dass Menschen in einem Moment versterben, in dem Angehörige kurz nicht im Raum sind. Woran das liegt, ob bewusst oder unbewusst lässt sich nicht sicher sagen.

Darf ich die Pflege in den letzten Stunden komplett abgeben?

Ja, unbedingt. Du bist in erster Linie als Angehöriger da, nicht als medizinische Pflegekraft. Überlass das Waschen, Lagern und die Schmerzkontrolle dem Hospiz- oder Pflegeteam, um dich ganz auf den Abschied konzentrieren zu können.

Was mache ich, wenn mich die Situation emotional komplett überfordert?

Hol dir sofort Unterstützung. Du musst das nicht allein durchstehen. Ambulante Hospizdienste und Seelsorger sind genau dafür da, um auch Angehörige in der Finalphase aufzufangen und emotional zu entlasten. Nimm dir Zeit für Pausen.

Deutsche Krebsgesellschaft, Die Lebensqualität einer Krebserkrankung verbessern, Stand: September 2017, URL: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/leben-mit-krebs/alltag-mit-krebs/lebensqualitaet.html  (zuletzt aufgerufen: Juni 2026)

Deutsches Krebsinformationszentrum, Leben mit Lungenkrebs, Stand: Juni 2025, URL: https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/lungenkrebs/leben.php  (zuletzt aufgerufen: Juni 2026)

Axa, Palliativversorgung und Hospize, URL: https://www.axa.de/pk/gesundheit/a/palliativversorgung#:~:text=Das%20Ziel%20der%20Palliativversorgung%20besteht,letzten%20Tage%2C%20Wochen%20oder%20Monate. (zuletzt aufgerufen: Juni 2026)

Pflege.de, Vollmachten & Verfügungen, Stand: Juni 2026, URL: https://www.pflege.de/pflegegesetz-pflegerecht/vollmachten-verfuegungen/patientenverfuegung/ (zuletzt aufgerufen: Juni 2026)

Pflege.de, Testament & letzter Wille, Stand: Juni 2026, URL: https://www.pflege.de/pflegegesetz-pflegerecht/vollmachten-verfuegungen/testament/ (zuletzt aufgerufen: Juni 2026)

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