Leben mit Lungenkrebs

Dein Alltag mit Lungenkrebs

Die Diagnose Krebs zu erhalten, kann dir erstmal den Boden unter den Füßen wegziehen. Der erste Schockmoment geht mit unzähligen Fragen einher wie „Warum gerade ich?“ oder „Wie geht’s jetzt weiter?“. Das Wichtigste ist in diesem Moment, sich erst einmal zu sortieren und die Informationen zu verarbeiten – gemeinsam mit allen, die dir zur Seite stehen. Ein Alltag mit Lungenkrebs bedeutet zwar, dass du dich vielen Herausforderungen stellen musst, aber du bist damit nicht allein.

Wie es jetzt weitergeht

Mit der Diagnose umgehen

Als Lungenkrebspatient:in wirst du mit Themen konfrontiert, mit denen du dich vorher wahrscheinlich noch nie auseinandergesetzt hast. Es ist verständlich, wenn du dich anfangs überfordert fühlst und mit der Fülle an Informationen nicht sofort zurechtkommst. Dich damit auseinanderzusetzen, kann sehr anstrengend und eine zusätzliche Belastung sein. Es gibt aber einige Mittel und Wege, die dir helfen können, deine Krankheit besser zu verstehen und die nächsten Schritte zu planen.

Wissen ist Macht

Informiere dich über deine Erkrankung

Der erste Schritt, sich dem Leben mit Lungenkrebs zu stellen, ist, selbst Expert:in zu werden. Je mehr du über deine Erkrankung weißt, desto besser kannst du damit umgehen. Dieses Wissen hilft nicht nur dir und deinen Angehörigen, sondern unterstützt auch deine ärztlichen Fachpersonen. Ihr seid ein Team und wichtige Behandlungsentscheidungen treffen sich leichter, wenn alle Beteiligten gut informiert sind. Wenn du z. B. weißt, welche Nebenwirkungen du bei der empfohlenen Therapie zu erwarten hast, kannst du dich besser darauf einstellen. Informieren kannst du dich auf verschiedenen Wegen, wie etwa im Gespräch mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, beim Krebsinformationsdienst, mit Broschüren und diverser Literatur.

 

Infomaterial zum Download und weiterführende Links findest du hier auf unserer Seite.

Infomaterial zum Download und weiterführende Links findest du hier auf unserer Seite.

Lass uns darüber reden

Kommunikation kann viel bewirken

Dein Lungenkrebs sollte zwar nicht zum Hauptgesprächsthema jeder Konversation werden, doch ist es wichtig, darüber zu reden. Vor allem am Anfang, kurz nach der Diagnose, kann es sehr heilsam sein, sich Sorgen und Ängste von der Seele zu reden. Die erste Anlaufstelle dafür ist meistens der engste Familien- und Freundeskreis. Eine offene Kommunikation ist dabei sehr wichtig, sodass Gedanken und Sorgen sowohl deiner Vertrauensperson(en) als auch dir ehrlich miteinander geteilt werden können

 

Wie du dich und andere auf ein Gespräch am besten vorbereiten kannst, erfährst du in diesem Video:

Auch die Seele mitbehandeln

Psychologische Unterstützung bei Lungenkrebs

Eine Krebserkrankung beeinträchtigt nicht nur den Körper, sie liegt auch schwer auf der Seele. Die psychische Belastung, die mit der Diagnose einhergeht, ist ein wichtiger Aspekt, der auf jeden Fall berücksichtigt werden sollte. Die Behandlung von Lungenkrebs kann sehr langwierig sein und sehr viel Energie kosten. Um hier einen Ausgleich zu schaffen und sich selbst etwas Gutes zu tun, können Entspannungsmethoden wie autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelentspannungsübungen (auch PMR, oder Muskelentspannung nach Jacobsen)  hilfreich sein. Diese sind auch förderlich zur Stärkung der Abwehrkräfte, zur Schmerzlinderung und um gelassener zu werden.

 

Wenn dir eher nach Reden zumute ist, kannst du dich an psychoonkologische Fachkräfte im Krankenhaus oder in der Reha wenden. Selbsthilfegruppen mit psychologischer Begleitung sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, mit den Herausforderungen der Krankheit fertigzuwerden. Natürlich gibt es die Option einer psychotherapeutischen Begleitung, wenn du längerfristig Unterstützung benötigst.

 

Mehr Informationen zum Thema sowie Materialien und Adressen findest du hier.

 

https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/entspannung/progressive-muskelentspannung-pmr-einfache-anleitung/ [WJ1]

Videotraining

Achtsamkeitstraining bei Lungenkrebs

Achtsamkeit bedeutet, Ruhe und Balance in sich selbst zu finden. Richtig praktiziert kann sie dabei helfen, den Alltag zu entschleunigen und Stress zu reduzieren. Auch in besonders schwierigen Lebenssituationen wie bei einer Krebserkrankung können Achtsamkeitsübungen zu einer besseren Lebensqualität beitragen. In unserem Videotraining zeigt dir die Trainerin Angela Homfeld, wie du mit einfachen Übungen und ohne Hilfsmittel ausgeglichener werden kannst.

Quellen

Progressive Muskelentspannung, https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/entspannung/progressive-muskelentspannung-pmr-einfache-anleitung/ (zuletzt aufgerufen: April 2024)

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