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Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen zum Thema Lungenkrebs

Lungenkrebs FAQDie Diagnose Lungenkrebs wirft viele Fragen auf. Wir hoffen, einige im Folgenden beantworten zu können. Weitere Informationen finden Sie in den Themenkapiteln, und für spezielle Fragen können Sie unseren Expertenrat nutzen.

 

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    • Wie viele Lungenkrebspatienten gibt es in Deutschland?
      Lungenkrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung der deutschen Bevölkerung. Im Jahr 2006 erkrankten etwa 33.000 Männer und 15.000 Frauen daran.
    • Ist Lungenkrebs heilbar?
      Ob Lungenkrebs heilbar ist, hängt vor allem von der Art des Krebses und seiner Ausbreitung ab. Es kommt darauf an, ob der Tumor schon Metastasen gebildet hat, welches Ausmaß er bereits angenommen hat und wo er genau lokalisiert ist.
    • Welche Risikofaktoren fördern die Entstehung von Lungenkrebs?
      Für die Entstehung von Krebs sind viele verschiedene Faktoren verantwortlich. Die wichtigste Ursache für Lungenkrebs ist allerdings der Zigarettenkonsum. Daneben gehören aber auch andere Umwelteinflüsse und genetische Veranlagungen zu den Risikofaktoren für die Krebserkrankung. Auch passives Rauchen erhöht die Gefahr, an Lungenkrebs zu erkranken, deutlich.
    • Warum haben manche Nichtraucher Lungenkrebs, während Langzeitraucher nicht daran erkranken?
      Neben dem Zigarettenkonsum spielen auch genetische und andere umweltbedingte Faktoren für die Krebsentstehung eine Rolle. Warum nicht jeder starke Raucher an Lungenkrebs erkrankt, kann verschiedene Ursachen haben. Zum Beispiel sterben Raucher häufig an anderen Krankheiten, bevor Lungenkrebs überhaupt entsteht oder erkannt werden kann. Einige Menschen haben genetisch bedingt stark ausgeprägte Abwehrmechanismen gegen die Schadstoffe aus den Zigaretten.
    • Welche Warnsignale können auf Lungenkrebs hindeuten?
      Lange bestehender Raucherhusten, der sich plötzlich verändert, Atemnot, Bluthusten, Schmerzen im Brustkorb und ein allgemeiner Kraftverlust können erste Anzeichen sein, die ein Arzt abklären muss. Oft gibt es für diese Beschwerden auch harmlose Erklärungen. Dennoch sollte man die Symptome überprüfen lassen. Es gilt: Ein frühzeitig erkannter Lungentumor ist am besten zu behandeln.
    • Was passiert mit mir, wenn mein Arzt den Verdacht auf Lungenkrebs äußert?
      Bei einem Krebsverdacht gilt es, ihn mit verschiedenen Untersuchungen entweder zu bestätigen oder auszuräumen. Trifft die Verdachtsdiagnose zu, wird Ihr Arzt ein individuelles Untersuchungsprogramm für Sie zusammenstellen, um den Tumor genau zu klassifizieren. Bis alle Analysen abgeschlossen sind, kann es manchmal einige Tage oder sogar Wochen dauern. Versuchen Sie geduldig zu sein, denn nur mithilfe einer genauen Diagnose kann Ihr Arzt ein individuelles Behandlungsprogramm für Sie erarbeiten.
    • Welche Untersuchungsmethoden nutzt mein Arzt, um die Diagnose stellen zu können?
      Neben einigen bildgebenden Verfahren wie Röntgen, Computertomographie oder Kernspintomographie (Magnetresonanz-Tomographie, MRT) spielen Blutwerte eine Rolle bei der Diagnose von Lungenkrebs.

      Die aufschlussreichste Methode ist allerdings die Bronchoskopie. Dabei wird ein dünner, biegsamer Schlauch (Endoskop) durch die Nase oder den Mund über die Luftröhre in die Lunge eingeführt. So kann der Arzt dann die Schleimhäute der Bronchien genau betrachten sowie beurteilen und auch kleine Gewebeproben entnehmen. Dank der örtlichen Betäubung werden Sie davon kaum etwas spüren.

      Eventuell wird Ihr Arzt auch eine Spiegelung des mittleren Brustraumes (Mediastinoskopie) vorschlagen, um mit einem Endoskop die Lymphknoten beurteilen zu können. Dieser chirurgische Eingriff erfordert eine Vollnarkose und einen kurzen Krankenhausaufenthalt.

      Da sich bei manchen Betroffenen Flüssigkeit zwischen dem Rippen- und dem Lungenfell ansammelt, kann es notwendig sein, dass Ihr Arzt auch dort eine Probe entnimmt, um zu klären, welche Ursache die Wasseransammlung hat. Dieser Eingriff kann unter lokaler Betäubung ambulant durchgeführt werden.

       

    • Gibt es verschiedene Lungenkrebsformen?
      Grundsätzlich unterscheidet man den nicht-kleinzelligen vom kleinzelligen Lungenkrebs. Etwa 85 von 100 Lungentumoren gehören zur nicht-kleinzelligen Form, die weniger aggressiv und besser behandelbar als der kleinzellige Lungenkrebs ist. Die nicht-kleinzellige Form unterteilt sich in weitere Untergruppen (Adenokarzinom, Plattenepithelkarzinom und weitere). Nur mit einer mikroskopischen Untersuchung des Krebsgewebes lässt sich die Tumorart feststellen. An Hand einer speziellen Untersuchung des Erbmaterials in den Zellkernen des entnommenen Krebsgewebes  ("EGFR-Mutationstest") lässt sich feststellen, ob im Falle eines positiven Ergebnisses ein besonders gutes Ansprechen auf eine Behandlung mit einem sogenannten "EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor" zu erwarten ist.
    • Wie kann sich Lungenkrebs im Körper ausbreiten?
      Bösartige Tumorzellen vermehren sich in der Regel unkontrolliert und dringen immer mehr in das umliegende Gewebe ein. Außerdem können einzelne Krebszellen über die Lymphbahnen in die Lymphknoten gelangen. Auch das Blut transportiert einzelne Tumorzellen in entfernte Regionen, wo sie dann Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, bilden können. Bei Lungenkrebspatienten lassen sich Metastasen vor allem in Leber, Gehirn und Knochen finden.
    • Muss ich meinen Arbeitgeber über meine Krebserkrankung informieren?
      Wie für andere Krankheiten gilt auch für Krebs die ärztliche Schweigepflicht.

      In manchen Fällen kann eine Lungenkrebserkrankung berufsbedingt sein. Dann ist es sinnvoll, den Betriebsarzt zu informieren, damit dieser alle notwendigen Vorkehrungen treffen kann. Er informiert wahrscheinlich Gesundheits- und Gewerbebehörden, damit erforderliche Präventivmaßnahmen verbessert werden können. Auch diese Maßnahmen müssen unter Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht geschehen.

 

Quelle: http://www.lungenkrebs.de