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Was ist Lungenkrebs?

Lungenkrebs Was ist das? Lungenkrebs ist eine bösartige Geschwulst, die ihren Ursprung in den Zellen des Lungengewebes hat. Die Unterscheidung von kleinzelligem und nicht-kleinzelligem Lungenkrebs spielt für die Therapie und Prognose der Erkrankung eine entscheidende Rolle.

 

 

Bösartige Tumoren der Lunge gehen entweder direkt vom Lungengewebe aus oder entstehen als Absiedelungen von Tumoren anderer Organe (Lungenmetastasen). Als Lungenkrebs im engeren Sinne werden bösartige Geschwülste verstanden, die aus dem Lungengewebe selbst entstehen, speziell aus den Zellen, die die Atemwege (Bronchien) auskleiden. Sie werden von den Medizinern auch als Lungenkarzinome bezeichnet.

 

 

Lungenkrebs kann sich in allen Abschnitten der Lunge entwickeln. Mehr als die Hälfte der Tumoren kommen jedoch in den oberen Teilen der Lungenflügel vor - vermutlich deshalb, weil diese bei der Atmung stärker belüftet werden. Dadurch, so nehmen Experten an, sind diese Lungenbereiche in höherem Maße als tiefere Abschnitte schädigenden Substanzen ausgesetzt, die Lungenkrebs verursachen können.

Lungenkrebs breitet sich aus

Lungenkrebs geht zwar vom Lungengewebe aus, bleibt aber auf Dauer nicht darauf beschränkt. Die bösartig veränderten Zellen wachsen und vermehren sich so unkontrolliert, dass sie immer mehr in das umliegende Gewebe eindringen und auf Nachbarorgane wie das Brustfell übergreifen können. Über die Lymphbahnen gelangen einzelne Krebszellen in die Lymphknoten. Andere Krebszellen fließen mit dem Blutstrom in entfernter liegende Organe, wo sie sich ansiedeln und Tochtergeschwülste bilden können, sogenannte Metastasen. Besonders oft sind bei Lungenkrebs die Leber, das Gehirn und die Knochen von Metastasen betroffen.

Wichtigste Unterscheidung: Nicht-kleinzelliger und kleinzelliger Lungenkrebs

Experten wissen: Krebs ist nicht gleich Krebs. So gibt es bei Lungenkrebs verschiedene Arten, die sich in ihrer Aggressivität und ihrem Verlauf unterscheiden und deshalb unterschiedlich behandelt werden müssen.

Die für die Therapie und den Krankheitsverlauf wichtigste Unterscheidung ist die von nicht-kleinzelligem und kleinzelligem Lungenkrebs. Betroffene sollten, wenn sie sich über ihre Krankheit und die Behandlungsmöglichkeiten informieren wollen, wissen, an welcher Krebsart sie leiden.

  • Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs

Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs ist die wesentlich häufigere Form von Lungenkrebs. Bei etwa 85 von 100 Lungenkrebsfällen handelt es sich um nicht-kleinzelligen Lungenkrebs.

Unterformen von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs sind:

- das Plattenepithelkarzinom, das von der obersten Zellschicht der Schleimhaut in den Bronchien ausgeht;
- das Adenokarzinom, das aus drüsenartigen Zellen der Atemwege entsteht;
- das großzellige Lungenkarzinom, dessen Ursprung noch unklar ist.

  • Kleinzelliger Lungenkrebs

Kleinzelliger Lungenkrebs ist mit etwa 15 von 100 Lungenkrebsfällen deutlich seltener als nicht-kleinzelliger Lungenkrebs. Er wächst oft besonders schnell und breitet sich schon früh über die Lungen hinaus in andere Organe aus.

Um welche Art von Tumor es sich im Einzelfall handelt, kann nur durch eine mikroskopische Untersuchung des Krebsgewebes festgestellt werden.

Lesen Sie mehr zum Thema unter:

Quellen:
Goeckenjan G et al.: Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms. Interdisziplinäre S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Krebsgesellschaft. Pneumologie 2010, 64(Suppl 2):e1-e164
Molina JR et al.: Non-Small Cell Lung Cancer: epidemiology, risk factors, treatment, and survivorship. Mayo Clin Proc 2008, 83(5):584-94
„Patientenratgeber Lungenkrebs.“ hrsg. v. Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (2009).
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg

Autor:
Kathrin Sommer

Quelle: http://www.lungenkrebs.de