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Häufigkeit

Lungenkrebs - eine immer häufiger vorkommende Krebserkrankung

Lungenkrebs Häufigkeit Weltweit hat sich Lungenkrebs in den letzten Jahren zur Krebstodesursache Nummer 1 entwickelt. Auch in Deutschland handelt es sich um eine der häufigsten Krebsarten. Die meisten der Erkrankten waren aktive Raucher oder sind es noch.

Lungenkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten Krebsarten. Pro Jahr erkranken rund 33.000 Männer und 15.000 Frauen. Damit ist Lungenkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung, nach Prostata- und Darmkrebs bei Männern beziehungsweise nach Brust- und Darmkrebs bei Frauen. In Deutschland erkrankt etwa jeder 15. Mann und jede 36. Frau im Laufe des Lebens an Lungenkrebs.

 

Raucher sind am meisten gefährdet

Lungenkrebs Ursache RauchenAktive Raucher sind besonders gefährdet, an Lungenkrebs zu erkranken. Sie machen bei Männern 91 Prozent und bei Frauen 65 Prozent aller Lungenkrebspatienten aus. Je länger der Tabakkonsum anhält und je mehr Zigaretten o.ä. pro Tag geraucht werden, desto höher ist das Erkrankungsrisiko. Das ist vermutlich auch ein Grund dafür, weshalb Lungenkrebs erst in einem höheren Lebensalter, überwiegend nach dem 40. Lebensjahr auftritt. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei etwa 69 Jahren.

Während in Deutschland bei Männern die Häufigkeit von Lungenkrebs seit etwa 1990 langsam zurückgeht, steigt sie bei Frauen seit den 1980er Jahren an. Das, so vermuten Experten, sei durch den zunehmenden Zigarettenkonsum von Frauen bedingt. Untersuchungen belegen, dass Raucher, die mit dem Rauchen aufhören, ihr Risiko für Lungenkrebs innerhalb kurzer Zeit deutlich senken können. Dabei zählt jede Zigarette: Bei Vielrauchern (eine Packung und mehr pro Tag) sinkt allein durch eine Halbierung der täglich gerauchten Zigarettenmenge das Lungenkrebsrisiko innerhalb von fünf bis zehn Jahren um knapp 30 Prozent. Die Mühen des Entzugs lohnen sich also.

Früherkennung: Raucher sollten besonders achtgeben

Lungenkrebs Husten Je früher Lungenkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten. Allerdings gibt es bei dieser Erkrankung keine Frühwarnzeichen und derzeit auch kein anerkanntes Verfahren zur Früherkennung, so wie beispielsweise für Brust-, Darm-, Gebärmutterhals- oder Prostatakrebs. Deshalb sollte bei anhaltenden Beschwerden wie hartnäckigem Husten, starkem Auswurf oder Heiserkeit, die Symptome einer ernsteren Lungenerkrankung sein können (aber nicht müssen!), immer ein Arzt zur Abklärung der Ursache aufgesucht werden. Das gilt vor allem für Personen, die in besonderem Maße gefährdet sind, also z.B. Raucher oder Arbeiter, die häufig mit Asbest oder Quarzstäuben in Berührung kommen.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Quellen:
„Krebs in Deutschland 2005/2006. Häufigkeiten und Trends.“ hrsg. v. Robert Koch-Institut und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (2010).
„Verbreitung von Krebserkrankungen in Deutschland. Entwicklung der Prävalenzen zwischen 1990 und 2010.“ hrsg. v. Robert-Koch-Institut (2010).
Goeckenjan G et al.: Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms. Interdisziplinäre S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Krebsgesellschaft. Pneumologie 2010, 64(Suppl 2):e1-e164
Godtfredsen NS et al.: Effect of smoking reduction on lung cancer risk. JAMA 2005, 294(12):1505-1510
Kenfield SA et al.: Smoking and smoking cessation in relation to mortality in women. JAMA 2008, 299(17):2037-2047

Autor:
Kathrin Sommer

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Quelle: http://www.lungenkrebs.de