Christian Züricher, 70, Schriftsteller:
"Ich lebe im Hier und Jetzt. Jede Tag eine wichtige Aufgabe haben zu können, gibt mir Kraft."

Der richtige Arzt

Vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient

Lungenkrebs Arzt-Patienten-Vertrauen Bei schweren Erkrankungen wie Lungenkrebs ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Arzt und Patient Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Therapie. Interdisziplinäre Behandlungszentren bieten die besten medizinischen Voraussetzungen.



Lebensbedrohliche Erkrankungen wie Lungenkrebs können am besten behandelt werden, wenn sich ein Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient entwickelt. Es gilt ja nicht nur, den nächsten Behandlungsschritt festzulegen. Vielmehr haben die Betroffenen auch das Bedürfnis, neben den körperlichen Symptomen auch Fragen nach den Behandlungsaussichten, persönliche Ängste, Sorgen um Angehörige und unter Umständen soziale oder finanzielle Unsicherheiten mit ihrem Arzt zu besprechen. Für die umfassende Behandlung von Lungenkrebs müssen all diese Aspekte der Erkrankung berücksichtigt werden.

Zusammenarbeit von Experten

Ein einzelner Arzt kann diesen Anforderungen nicht in ausreichendem Maße gerecht werden und dazu noch Experte für Lungenerkrankungen (Pneumologe), für Krebserkrankungen (Onkologe), für Chirurgie, für die Beurteilung von Gewebeproben (Pathologe), für bildgebende Untersuchungsverfahren (Radiologe) und Strahlentherapie sein.

Die Behandlung von Lungenkrebs ist daher Teamarbeit. Im Zentrum stehen der Patient und der Arzt seines Vertrauens, der die Zusammenarbeit mit den verschiedenen medizinischen Fachrichtungen und gegebenenfalls Psychologen, Krankengymnasten (Physiotherapeuten) sowie Sozial- und Pflegediensten koordiniert. Dabei ist es zunächst von geringerer Bedeutung, ob es sich bei dem Vertrauensarzt um einen Hausarzt, einen Lungenfacharzt oder einen Experten einer anderen Fachrichtung handelt. Wichtig ist jedoch, dass der Arzt über ausreichende Erfahrung mit der Behandlung von Lungenkrebs verfügt und auf ein Team ausgewiesener Spezialisten zugreifen kann. In der Regel wird deshalb zumeist ein Lungen- oder Krebsspezialist der Hauptansprechpartner des Patienten sein.

Wie finde ich einen Lungenkrebsspezialisten?

Für die Suche nach einem Lungenkrebsspezialisten stehen Ihnen verschiedene Ansprechpartner zur Verfügung. Die erste Adresse ist Ihr Hausarzt, der Sie zu einem Experten in der Nähe Ihres Wohnorts überweisen kann.

Ebenso können Sie sich an Ihre Krankenkasse wenden. Sie kann Ihnen Ärzte und Kliniken nennen, die sich auf die Behandlung von Lungenkrebs spezialisiert haben.

Lungenkrebs Behandlung Spezialist

Nicht ehrenrührig: Eine zweite Meinung einholen

Bei Verdacht auf eine schwerwiegende Lungenerkrankung wird Ihr Hausarzt sie im Normalfall an einen Lungenspezialisten überweisen, der die weitere Diagnose übernimmt. Nicht jeder Arzt und jeder Patient passen jedoch optimal zueinander. Zusätzlich kann der Fall eintreten, dass die Beurteilung der Erkrankung nicht eindeutig ist oder unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten bestehen.

Sie sollten in solchen Fällen die Möglichkeit in Betracht ziehen, einen zweiten Experten nach seiner Meinung zu fragen. Gerade bei schwerwiegenden und schwer zu beurteilenden Erkrankungen ist ein solches Vorgehen üblich. Es wird von verantwortungsbewussten Ärzten daher als hilfreich und keinesfalls als ehrenrührig angesehen, wenn Sie sich dazu entschließen, einen zweiten Experten um Rat zu bitten, bevor Sie sich für einen Behandlungsweg entscheiden.

Lungenkrebszentren

Ob Ärzte und Kliniken die hohen Anforderungen in verschiedenen medizinischen Fachgebieten erfüllen, die für die bestmögliche Behandlung von Lungenkrebs erforderlich sind, kann von Patienten und niedergelassenen Ärzten derzeit kaum beurteilt werden. Um die optimale Behandlung von Lungenkrebspatienten sicherzustellen, zertifizieren die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG), die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie (DGP) und die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) seit dem Jahr 2008 ausgewiesene Kliniken als Lungenkrebszentren.

Die Lungenkrebszentren garantieren den Patienten eine optimale, den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen folgende Behandlung ihrer Erkrankung. Um das Zertifikat als Lungenkrebszentrum zu erhalten, müssen die Einrichtungen strenge Vorgaben erfüllen. Dazu gehört etwa eine Mindestanzahl von speziell qualifizierten Fachärzten aus den beteiligten medizinischen Disziplinen. Außerdem müssen pro Jahr wenigstens 250 Patienten mit Lungenkrebs in der Einrichtung behandelt werden. So soll sichergestellt werden, dass umfangreiche Erfahrungen mit der Erkrankung gesammelt und laufend erweitert werden.

Eine Liste der zertifizierten Lungenkrebszentren kann im Internet unter der Adresse http://www.onkoscout.de/adressen/lungenkrebszentren eingesehen werden.

Lesen Sie mehr zum Thema unter: 

Quellen:
Zertifizierung von Lungenkrebszentren:  Verbesserte Behandlungssituation für Patienten mit Lungenkrebs. Presseerklärung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. vom 11.09.2008

Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft, www.krebsgesellschaft.de

Autor:
Jan Groh

Quelle: http://www.lungenkrebs.de