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Wir freuen uns, dass Sie sich auf unserer Website für Patienten und Angehörige rund um das Thema Lungenkrebs informieren möchten. Und auch in Zukunft wollen wir daran arbeiten, die Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen noch besser zu verstehen. Vielleicht haben Sie auch Lust bei unserem PatientenDialog mitzumachen und uns aktiv bei der Gestaltung von Patientenmaterialien zu unterstützen?

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Krankheitsbewältigung

Lungenkrebs bewältigen - Den eigenen Weg finden

Krebs wird oft mit Tod, Leiden und Schmerzen verbunden. Wie einen Schock erleben es viele Menschen, wenn ihnen die Diagnose Krebs mitgeteilt wird. Gefühle der Hilflosigkeit, Angst und Freudlosigkeit können sich einstellen. Jeder Betroffene verarbeitet die Diagnose und das Leben mit Lungenkrebs auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Es kann hilfreich sein, sich eine Wegkreuzung vorzustellen, an der Sie einen eigenen Weg finden und gehen, auch wenn er manchmal ungewiss und schwer zu gehen ist. Aber nicht alle Patienten müssen alle Wegstrecken gehen – viele können heutzutage „unterwegs“ geheilt werden oder haben zumindest eine lange erkrankungsfreie und behandlungsfreie Zeit vor sich.

Sprechen Sie offen darüber

Krebs sollte kein Tabuthema sein. Es ist wichtig, möglichst offen über das Thema Krebs sowie die damit verbundenen Befürchtungen und Sorgen zu sprechen. Der gegenseitige Austausch von Gefühlen innerhalb der Familie oder im Freundeskreis kann entlastend wirken und Kraft und Zuversicht schenken. Sie selbst sollten jedoch entscheiden, inwieweit Ihnen diese Gespräche guttun. Bedenken Sie: Sie haben trotz der Erkrankung die Kontrolle über Ihr Leben und können daher Ihr Wohlbefinden beeinflussen. Erhalten Sie sich diese Selbstkontrolle und begeben Sie sich nicht zu weit in eine Krankenrolle. Auf der einen Seite heißt es also, Hilfe annehmen zu lernen, und auf der anderen Seite, weiterhin aktiv am Leben teilzunehmen.

Psychologische Unterstützung kann helfen

Eine Krebserkrankung ist eine anhaltende körperlich und seelisch belastende Lebenssituation. Gefühle wie Trauer, Wut und Angst sind Bestandteil der Krankheitsverarbeitung. Deswegen ist es sinnvoll, aktiv für Wohlbefinden und Entspannung zu sorgen, um diese schwierige Zeit zu überstehen. Entspannungsmethoden wie autogenes Training, Yoga oder die Muskelentspannung nach Jacobson können das Abwehrsystem stärken, Schmerzen lindern und Gefühle von Gelassenheit sowie Harmonie schaffen. Gespräche mit einem Psychoonkologen im Krankenhaus oder in der Reha können über die ersten Schwierigkeiten hinweghelfen. Bei anhaltenden Symptomen einer psychischen Belastung kann eine psychotherapeutische Begleitung sinnvoll sein.

Mehr Informationen zur Krankheitsverarbeitung und welche Hilfen die Psychoonkologie bieten kann, finden sich auf der Internetseite des Krebsinformationsdienstes. Dort finden Sie auch Namen und Adressen von Psychosozialen Krebsberatungsstellen sowie von Praxen niedergelassener Psychoonkologen.

Informieren Sie sich

Viele Betroffene und Angehörige berichten von Überforderungs- und Hilflosigkeitsgefühlen. Meist entstehen diese durch Unkenntnis über die Erkrankung und deren Behandlungsmöglichkeiten. Informieren Sie sich daher - im Gespräch mit Ihrem Arzt oder mit Broschüren und Büchern, im Internet, beim Krebsinformationsdienst und in Selbsthilfegruppen. Das Wissen über die eigene Erkrankung kann darüber hinaus bedeutsam für weitere Behandlungsentscheidungen sein und den Umgang mit möglichen Nebenwirkungen erleichtern.

Optimistisch trotz Erkrankung

Die Krankheit sollte nicht immer die Hauptrolle in Ihrem Leben spielen. Suchen Sie Ablenkung in Dingen, die Ihnen Freude bereiten. Ob ein Spaziergang, das Lesen eines guten Buches oder kreatives Gestalten. Ganz gleich, welche positive Beschäftigung Sie für sich finden, sie trägt zur Steigerung Ihrer Lebensqualität bei. Des Weiteren kann Optimismus die Bewältigung der Erkrankung positiv beeinflussen. Hierbei geht es nicht um starr oder zwanghaft positives Denken, sondern um das Bewusstmachen von eigenen Stärken und Kompetenzen und eine gewisse positive Grundhaltung zum Leben. Eine weitere emotionale Unterstützung können Selbsthilfegruppen bieten. Gerade bei einer Krebserkrankung ist es wichtig, von den Erfahrungen ebenfalls Betroffener zu profitieren.

Interessante Informationen zum „Langzeitüberleben nach Krebs: Wie lange ist ein Krebspatient ein Krebspatient?“  finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Krebsgesellschaft.

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Quellen:

  1. Künzler A, Mamié S, Schürer C. Diagnose-Schock: Krebs. Hilfe für die Seele – Konkrete Unterstützung – Für Betroffene und Angehörige. SpringerMedizin; Springer Verlag Heidelberg und Berlin (2012)
  2. Weyland P. Psychoonkologie – das Erstgespräch und die weitere Begleitung. Schattauer Verlag Stuttgart (2013)
  3. Reuter E. Leben trotz Krebs – eine Farbe mehr: Interviews zu einem gelingendem Leben nach Krebs. Schattauer Verlag Stuttgart (2010)