Verdacht auf Lungenkrebs?
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Verdacht auf Lungenkrebs?

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Autor Verdacht auf Lungenkrebs?
peter
17.12.2010 - 14:19 Uhr
Meine Mutti (74 Jahre) wurde vor zwei Wochen wegen Trombose ins KH eingeliefert.
Bei einer auf Grund von geringer Atemnot durchgeführten CT wurde eine Raumforderung in der Lunge festgestellt.
Diese wurde mit einer Bronchoskopie untersucht. Nach 5 Tagen kam ein für uns positives Ergebnis, d.h. kein Krebs.
Zwischenzeitlich wurde ein Tumor an der Leber vermutet, welcher sich auch nicht bestätigte. Eine Darmspieglung brachte Polypen zum Vorschein, welche auf Grund der Einnahme von blutverdünnenden Mitteln nicht entfernt werden konnten.
Dazu kommt letztendlich noch der Befall der Mundschleimhaut von einem Pilz, wogegen sie Antibiotikum bekommt.
Auf Grund der positiven Krebsdiagnose sollte Sie am Wochenende entlassen werden.
Gestern hat sich der Chefarzt anders entschieden, weil wohl auf Grund der Bronchoskopie keine 100 %-ige Aussage zu treffen sei. Also Achterbahn der Gefühle.
Nun wollte er Sie in ein anderes KH überweisen, wo der Knoten mit einer Nadel biopsiert werden soll.
Auf Grund des körperlichen als auch nervlichen Zustandes meiner Mutter, hatten wir dies gemeinsam abgelehnt und gebeten, sie wie geplant zu entlassen.
Frage: Sollte meine Mutter, wenn Sie sich hoffentlich von den Strapazen erholt hat, diesen erneuten Eingriff zulassen, oder sollte Sie Ihr Leben noch so gut wie möglich gestalten.
Ich denke, eine schlechte Diagnose würde alles verschlimmern, da Sie auch keine Chemo oder Bestrahlung wünscht.
Vielen Dank für Ihre Mühe.
Frau Dr. med. Serke
17.12.2010 - 16:37 Uhr
Eine sog. Raumforderung in der Lunge ist tumorverdächtig und sollte abgeklärt werden. Häufig können Thrombosen in der Vorgeschichte auf eine bösartige Krankheit hinweisen.
Bevor man sich Gedanken über die Prognose (= Überlebensaussichten) oder über eine Therapie machen kann, sollte eine sichere Diagnose gestellt sein und man sollte sicher wissen, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.
Auch sollte man nicht vorschnell über eine Therapie oder deren Ablehnung entscheiden, sondern erst genauer wissen, um welche Therapie es sich genau handeln wird. Viele Menschen haben Vorurteile gegenüber Bestrahlung oder Chemotherapie, häufig ist diese aber viel besser verträglich, als vorher befürchtet.
Wesentlich für eine Therapieentscheidung sind auch Allgemeinzustand und Begleiterkrankungen.
Es ist richtig, die Patientin in eine Klinik zu überweisen, die viel Erfahrung mit der Diagnostik von Lungentumoren hat.
Man wird versuchen, Gewebe zu gewinnen, man wird die Tumorausdehnung untersuchen, dann Aussagen über das Tumorstadium und die funktionellen Möglichkeiten der Patientin machen und dann eine Therapie, entweder in Heilungsabsicht (kurativ) oder in lindernder Absicht (palliativ) vorschlagen. Auf diesem Weg sollten Sie Ihre Mutter unterstützen.