Therapie/Vorgehensweise
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Therapie/Vorgehensweise

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Autor Therapie/Vorgehensweise
NET Rezidiv
24.01.2017 - 13:30 Uhr

Hallo,

ich lese seit ca einem Jahr in vielen Lungenkrebsforen, nun weiß ich leider selber nicht mehr weiter. Bei meiner Mutter wurde im 03/2016 ein großzelliges Neuroendokrines Bronchialcarcinom mit Lobeektomie li und Lympknoten entfernt. 3 von 4 Zyklen Chemotherapie folgten, Den 4. Zyklus konnte man wegen aufgetretender Panzytopenie und Nephropathie nicht mehr geben. 2 CT Untersuchungen waren unauffällig. Nun am 09.01. wurde ein dringender Verdacht auf Tumorrezidiv im li. Lungenflügel diagnostiziert. Der linke Flügel wird nicht mehr belüftet, der Tumor befindet sich in der gesamten li.Lunge und auch im li. Bronchialast, Lymphknoten mediastinal und auch linksseitig der re. Lunge sind betroffen. PET/CT war bis auf den bekannten Lungentumor und den Lymphknotenmetastasen unauffällig. Meine Mutter hat starken Reizhusten und wir warten auf die Entscheidung der Ärzte ob bzw. welche Therapiemöglichkeiten wir noch haben. Ich bin nun auf alles gefasst... habe mich über eine SAPV informiert und frage mich nun wann der richtige Zeitpunkt ist eine solche zu beantragen bzw. überhaupt mal mit meiner Mutter darüber zu sprechen. Ich gehe mit ihr zu allen Untersuchungen, erledige alle Formalitäten für sie.

Mfg

Frau Dr. med. Serke
31.01.2017 - 17:20 Uhr

Großzellige neuroendokrine Karzinome haben leider häufig eine ungünstige Prognose. Nach Lobektomie wird man jetzt klären müssen, ob noch eine weitere Resektion möglich ist. Wenn auch die andere (kontralaterale) Lunge befallen ist, wird man keine örtlichen, sondern systemische Therapien anbieten. Im Stadium IV empfiehlt sich eine palliative Chemotherapie. Man wird zusätzlich klären, ob molekulare Veränderungen oder Mutationen vorliegen und ob eventuell eine Immuntherapie möglich sein kann, falls der Tumor PD-L1-positiv sein sollte. Im Stadium IV besteht meist ein palliativer Therapieansatz, d.h. man wird versuchen, das Überleben zu verlängern und Symptome zu lindern, aber wahrscheinlich nicht heilen können. Man empfiehlt heutzutage eine frühe Einbeziehung der Palliativtherapie: meist hilft es, erst einmal Kontakte herzustellen und im Verlauf zu entscheiden, was (und wer) nötig ist. Bitte sprechen Sie mit Ihrer Mutter und den behandelnden Ärzten, diese sind sicherlich besser informiert und kennen Ihre Mutter und können Sie genauer beraten! Ev. können Sie eine Zweite Meinung in einem Lungenkrebszentrum einholen!