Progress nach Erhaltungstherapie mit Bevacizumab
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Progress nach Erhaltungstherapie mit Bevacizumab

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Autor Progress nach Erhaltungstherapie mit Bevacizumab
derax
25.07.2016 - 12:50 Uhr

Sehr geehrte Experten,

Meine Frau leidet seit letztem Jahr Mai an lungenkrebs stadium 4, T4N3M1 Adenokarzinom, keine Mutation ALK, KRAS, ect.

Nach zunächst erfolgreicher chemotherapie wobei der Tumor und die metastasen sehr zurück gedrängt werden konnten, hat sie der Krebs wieder breit gemacht und ist innerhalb von drei Monaten doppelt so groß als bei der letzten ct Untersuchung. Eine weitere Metastase wurde auch noch im rechten Lungenflügel gefunden.

Nach Absprache mit ihrem Onkologen bekommt sie jetzt Nivolumab alle 2 Wochen. Meine Frage, da es so viele positive wie auch negative Erfahrungen im Netz gibt würde ich gerne wissen ob es realistisch ist, das diese Therapie der Durchbruch ist oder eher auch nur eine Chance der Lebenszeitgewinnung. Wie sind ihre Erfahrungen bezüglich der Therapie und wie oft kommen denn die doch nicht zu unterschätzenden Nebenwirkungen vor. Stimmt es, das die krebszellen nach einem Progress oftmals aggressiver und schneller im wachsen sind?

Vielen Dank im voraus Mfg

Frau Dr. med. Serke
25.07.2016 - 13:24 Uhr

Leider ist es in der Regel so, dass der Lungenkrebs nach einer Chemotherapie wieder auftritt. Im Stadium IV ist das Therapieziel eine Über- lebensverlängerung, in der Regel erreichen wir leider keine Heilung.

Daher ist das Therapiekonzept so, dass man versucht, möglichst viel Zeit für den Patienten zu gewinnen bei möglichst guter Verträglichkeit.

Die Immuntherapie hat sich in der 2. Linie sehr bewährt: sie ist besser verträglich als die Chemotherapie. Die Wirksamkeit hängt offenbar von Tumoreigenschaften ab, die wir bisher nur zumTeil kennen. Wir rechnen mit Ansprechraten zwischen 15 und 40%, ohne dies für den Einzelnen vorhersagen zu können.

Es scheint so zu sein, dass einzelne Patienten deutlich länger von der Immuntheraie profitieren, als von der Chemotherapie.

Immunologische Nebenwirkungen kommen vor, sind aber nicht sehr häufig- das sollten Sie mit dem Behandler besprechen.

Die Immuntherapie ist auf jeden Fall eine neue und gut verträgliche Therapie, man muss aber wissen, dass wir noch keine langjährigen Erfahrungen haben. Ob es sich wirklich um einen Durchbruch handelt, was einige vermuten, werden wir im Laufe der Zeit lernen!