Operation unter Iressa
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Operation unter Iressa

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Autor Operation unter Iressa
Terzel
02.12.2010 - 19:22 Uhr
Ich leide unter einem primären Adenokarzinom der Lunge mit einer Lymphagiosis carzinomatosa. Nach einem positiven Mutationsbefund wurde, vor drei Monaten, eine Therapie mit einem EGFR-TKI eingeleitet. Die Therapie hat bisher hervorragend angesprochen, die Nebenwirkungen sind zu vernachlässigen.

Sorgen mache ich mir im Zusammenhang mit einer event. notwendigen Gebärmutterentfernung (Uterus myomatosis).

Muß der EGFR-TKI in diesem Fall abgesetzt werden und welche Folgen hat dies für die Krebstherapie?
Frau Dr. med. Serke
03.12.2010 - 15:27 Uhr
Ein fortgeschrittenes Lungenkarzinom sollte, wenn eine EGFR-Mutation aufweist, wenn möglich, längerfristig, d.h. so lange der Tumor auf diese Therapie anspricht, mit einem Tyrosinkinasehemmer, wie Sie ihn erhalten, behandelt werden und unnötige Therapiepausen sollten vermieden werden.

Ob jetzt überhaupt eine Gebärmutterentfernung wegen Myomen notwendig ist, sollte der Gynäkologe in Kenntnis der Lungenkrebserkrankung entscheiden. Ich würde, ohne die näheren Umstände zu kennen, vermuten, dass dieses zurzeit nicht dringend notwendig ist.

Erfahrungen über operative Eingriffe, speziell Gebärmutterentfernungen unter der TKI-Therapie gibt es nicht in großem Umfang. Ich vermute aber, dass dieses, wenn die OP jetzt wirklich notwendig sein sollte, auch unter der TKI-Therapie möglich sein wird. Sicherheitshalber würde ich zum OP- und Narkosezeitpunkt, um ev. Medikamenteninteraktionen auszuschließen eine kurze Therapiepause von ca. 7 Tagen empfehlen.