Nachsorge bei Lungenkrebs 1A
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Nachsorge bei Lungenkrebs 1A

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Autor Nachsorge bei Lungenkrebs 1A
B. Bormann
07.02.2017 - 12:37 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herrn,

ich hätte ein Anliegen bzgl. der Nachsorge nach Lungenkrebs Stadium 1A. Ich bin vor anderthalb Jahren wegen eines Lungenkarzinoms im Frühstadium operiert worden, eine Chemotherapie war nicht nötig. Was mich - im Vergleich zu anderen Kliniken - etwas verwundert, ist der ungewöhnliche Nachsorgeplan: Statt eines CTs jedes halbe Jahr in den ersten 2 Jahren nach der OP wird nur jedes Jahr ein CT durchgeführt, dafür alle 3 Monate ein Röntgen Thorax. Könnte eine einfache Röntgenaufnahme denn rechtzeitig genug das Wiederauftreten eines Karzinoms anzeigen? Weiterhin soll jedes Jahr eine Bronchoskopie laufen - zeit meines weiteren Lebens; in allen anderen Kliniken, soweit ich weiß, findet das als Nachuntersuchung gar nicht statt. Da ich diesen Eingriff als sehr belastend empfinde, frage ich mich, was ein Bronchoskopie anzeigen könnte, was ein CT nicht schafft - habe in meiner (bisherigen) Klinik darauf jedoch keine befriedigende Antwort gefunden. Vielleicht können Sie mir weiterhelfen.

Vielen Dank, B. Bormann

Frau Dr. med. Serke
07.02.2017 - 13:03 Uhr

Es gibt keine klaren Empfehlungen zur Nachsorge des Lungenkrebses und auch keine wissenschaftlichen Studien, die den Einsatz verschiedener Verfahren oder Intervalle untersucht hätten. Die Nachsorge soll ev. auftretende Tumore früh erkennen, damit dann auch noch ein kuratives (heilendes) Konzept möglich wäre. Auch wir empfehlen CT-Kontrollen in den ersten beiden Jahren halbjährlich, dann jährlich. Eine Bronchoskopie kann Tumore in den Bronchien zeigen, die im CT nicht erkennbar sein können. Ich würde sie bei nur atemwegsbezogenen Beschwerden empfehlen. Ein Röntgenbild zur Nachsorge würde ich nicht empfehlen, zumindest war das Röntgenbild bei Screening-Studien nicht ausreichend, um frühe Tumore zu finden.