Lungenkrebs nicht mehr behandelt beiHirnmetastasen?
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Lungenkrebs nicht mehr behandelt beiHirnmetastasen?

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Autor Lungenkrebs nicht mehr behandelt beiHirnmetastasen?
Clea
26.01.2017 - 15:15 Uhr

Hallo, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für mich nehmen.

Meine Mutter ist aufgefallen mit einem hängenden Mundwinkel, sonst war sie neurologisch fast unauffällig. Im CT fand sich ein Tumor rechtsfrontal, der bereits die Mittellinie verschob und den großen Ventrikel eindrückte. Sie ist direkt am nächsten Morgen als Erste operiert worden. Nachmittags hatte man noch ein MRT gemacht, wo noch eine kleine Metastase im Kleinhirn gefunden wurde, so dass sich der Verdacht von einem Glioblastom hin zu einer Metastase verschob. Weitere Metastasen sind in einer Nebenniere und am Schambein. Die OP und anschließende Histologie bestätigten das auch, man vermutet den Primarius nun in der Lunge, es soll ein Adenokerzinom sein. Nach relativ schlechtem Outcome mit Hemiparese re. und Durchgangssyndrom liegt sie nun stationär und bekommt 10 Ganzhirnbestrahlungen und drei zielgerichtete. Dann soll sie nach Hause oder in ein Hospiz. Ich frage mich, kann man nicht wenigstens einen kleinen Versuch starten mit einer besser verträglichen oralen Chemotherapie, so dass sie trotzdem nach Hause kann? Sie hat heute ohne Begutachtung nach Aktenlage den Pflegegrad 5 bekommen.

Herr Dr. med. Heigener
26.01.2017 - 18:56 Uhr

Die Tatsache, dass kein Therapieversuch mit Medikamenten gegen den Tumor unternommen wird, liegt wahrscheinlich in seiner geringen Aussicht auf Erfolg. Selbst wenn der Tumor auf eine Tablettentherapie empfindlich ist (was nur bei weniger als 15% der Patienten der Fall ist), können die Nebenwirkungen gerade bei geschwächten Patienten gravierend sein. Auch ist eine wirkliche, durchgreifende Besserung des Zustandes leider extrem selten. Eine rein unterstützende Behandlung, z.B. in einem Hospiz, vermag da, die Beschwerden besser zu lindern. In manchen Fällen kann sich der Zustand so bessern, dass wieder eine Therapie in Frage kommt.