Lungenkrebs - Früherkennung bei Rauchern?
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Lungenkrebs - Früherkennung bei Rauchern?

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Autor Lungenkrebs - Früherkennung bei Rauchern?
Gartenfreund
10.12.2009 - 12:02 Uhr
Guten Tag, mein Mann (57 J.) raucht seit der Jugend. Seit 3 Jahren hat er einen Raucherhusten. Bisherige Versuche, mit dem Rauchen aufzuhören, scheiterten. Und leider hat mein Mann einen Arzt, der selbst raucht und ihm bei Erkältungen lediglich rät, weniger zu rauchen (!). Ich weiß, dass bislang die Studien zur Früherkennung von Lungenkrebs keine überzeugenden Ergebnisse gebracht haben. Gibt es trotzdem eine Untersuchung, deren regelmäßige Durchführung Sie meinem Mann empfehlen könnten, um einen Lungenkrebs möglichst früh zu entdecken? Falls ja, welche wären das und wie oft sollte er sie machen?

Vielen Dank für Ihre Antwort!
Frau Dr. med. Serke
17.12.2009 - 22:29 Uhr
Sie fragten, ob Screening-Untersuchungen (=jährliche z.B. CT-Kontrollen) bei Lungenkrebs-Risikopatienten (z.B. Rauchern mit chronischer Bronchitis) sinnvoll sein können.

Leider kann man zurzeit ein Screening (= vorbeugende Untersuchungen) nicht eindeutig empfehlen. Es gibt zwar Hinweise, dass jährliche sog. Low-dose-CTs Lungenkrebserkrankungen früher aufdecken können, aber es gibt noch keine Belege dafür, dass durch solche Untersuchungen die Lungenkrebssterblichkeit gesenkt werden kann.

Weiterhin ist aber zu bedenken, dass CT-Screening-Untersuchungen viele unklare Befunde (unklare Herde in der Lunge) aufdecken, von denen die Mehrzahl nicht krebsbedingt ist. Dies bedeutet aber, dass bei unklaren CT-Befunden viele, häufig letztlich unnötige Untersuchungen erfolgen müssen.

Aus diesem Grund können zurzeit Screening-CTs nicht empfohlen werden.

Dies gilt nur solange keine neuen Symptome auftreten: entwickelt sich ein Wechsel des Hustencharakters oder andere neue Symptome, wird der Arzt entscheiden, ob nicht ein Tumorverdacht besteht, dann ist das CT der wesentliche diagnostische Schritt.

Wesentlich wäre zurzeit für Ihren Mann, das Rauchen einzustellen.

Mit freundlichen Grüßen