Lungenkrebs Endstadium
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Lungenkrebs Endstadium

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Autor Lungenkrebs Endstadium
Sessin
15.02.2010 - 22:50 Uhr
Mein Vater: 62 Jahre
Im Juni 09 Lungenkrebs festgestellt.
SEIN Wunsch: Keine Chemo,keine Behandlung (angeblich auch nicht mehr möglich). Respektieren wir. Auch wenn Ärzte dagegen sind.
Im Juni war die letzte untersuchung von einem Onkologen. Da war der ganze Körper auch Kopf mit Metastasen.
Seit 4 Wochen geht es von Tag zu Tag ob er die Nacht überlebt.
Wird vom Hausarzt "begleitet" lässt sonst niemand an sich ran. Der ist meiner Meinung
aber überfordert.
WIR, seine Familie, begleiten ihn auf seinem letzten Weg.

Er nimmt mittlerweile folgende Medikamente:
alle drei Tage: Fentanyl Tentanyl-1A Pharma Matrixpflaster
alle vier Stunden Morphin Merck Tropfen 2% und Diazepam 10mg Tropfen

MCP - Metoclopramid-dihydrochlorid Tropfen hat er seit letzten August genommen.
Diese erbricht er nun auch.
Fast stündlich bekommt er Vomex A (Dimenhydinat) Zäpfchen

Wenn er nicht schläft, spuckt er blut. Er kann nicht mehr.
Gibt es noch ein anderes Medikament damit dieses Blutspucken aufhört? Er kann nichts mehr essen, behält nichts mehr. ...

Brüllt und weint vor schmerzen wenn er wach ist. Vegetiert nur vor sich hin.

Was können wir noch tun ? Oder sein Hausarzt ihm Verschreiben, das er nicht so leiden muss ?

Über Gefühle oder wie es "uns" geht brauch ich nichts schreiben... kann man sich denken.

Muss den dieses Leiden sein? Das hat niemand verdient. Was kann man gegen das spucken in diesem Stadium noch tun? Welche Medikamente oder Wirkstoffe ?

Lieben Dank
Frau Dr. med. Serke
16.02.2010 - 11:10 Uhr
Offenbar handelt es sich bei Ihrem Vater um eine fortgeschrittene Erkrankung, bei der jetzt die symptomlindernde Therapie im Vordergrund steht.
Sicherlich sollte die Schmerztherapie mit Opiaten (Schmerzmitteln) intensiviert werden, insbesondere , da Sie schildern, dass Ihr Vater über heftige Schmerzen klagt.

Man kann diese Mittel (Morphine) als Pflaster, wie bereits geschehen, aber auch zu sätzlich als Tabletten, Tropfen, Zäpfchen oder als subkutane (direkt unter die Haut) Spritzen geben.

Manchmal, und ich glaube in diesem Fall besonders, ist eine kontinuierliche Infusion mit Flüssigkeit und Morphin, ev. auch Beruhigungsmitteln wie Diazepam darin sinnvoll und lindernd. Man kann an der Geschwindigkeit der Infusion je nach Zustand des Patienten entscheiden, wieviel Schmerzmittel zurzeit gerade notwendig sind. Sehr wahrscheilich sollte Sie darin ein Pflegedienst unterstützen. Gegen Bluthusten kann man z.B. Paracodin geben, aber auch Morphine wirken hustendämmend.
Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, eventuell kann Ihnen ein Onkologe oder ein Hospitz oder ein erfahrener Palliativmediziner beratend zur Seite stehen.