kleinzelliger Lungenkrebs
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kleinzelliger Lungenkrebs

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Autor kleinzelliger Lungenkrebs
Slobo
15.02.2010 - 17:23 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,

bei meinem Vater wurde am Anfang diesen Jahres ein kleinzelliger Lungekrebs diagnostiziert.
Zusätzlich wurden auch die anderen Organe, Knochen, der Bauchraum und das Gehirn auf Metastasenbildung untersucht. Nach Angeben der Ärzte hat sich der Tumor zum Glück noch nicht ausgeweitet und keine Metastasen gebildet, er ist jedoch mittich d.h. auf beiden Lungenflügeln. Die erste Chemotherapie hat er vor drei Wochen erhalten, die er auch recht gut vertragen hat. Diese Woche erhält er die nächste, zusammen mit einer Strahlentherapie die über 2 Monate gehen soll (Montag-Freitag, am Wochenende nicht).
Meine Frage ist jetzt, ob es vielleicht nocht irgendwelche Studientherapien oder noch andere Behandlungswege für den kleinzelligen Lungenkrebs gibt? Ich habe da u.a. von einer Protonentherapie in München gehört?? Ist diese denn auch anwendbar? Die meisten neueren Studien befassen sich ja leider nur mit dem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom. Gibt es da schon irgendwelchen anderen Methoden die nutzbar sein könnten? Wäre super wenn Sie mir helfen könnten. Vielen Dank schon mal vorweg.
Prof. Dr. med. Frickhofen
16.02.2010 - 07:53 Uhr
Sehr geehrte Dame,
sehr geehrter Herr,

die von Ihnen geschilderte Therapie entspricht exakt der empfohlenen Behandlung des kleinzelligen Lungenkarzinoms in dem von Ihnen beschriebenen Stadium: Chemotherapie, früh kombiniert mit einer Bestrahlung der Tumorregion. Im Anschluss wird man Ihrem Vater voraussichtlich eine vorbeugende Bestrahlung des Schädels empfehlen.

Protonontherapie ist in dieser Situation nicht besser als die Bestrahlung mit einem Linearbeschleuniger.

Es gibt in der von Ihnen geschilderten Situation keine Studien mit neuen Medikamenten oder neuen Verfahren. Leider haben sich beim kleinzelligen Lungenkarzinom die neuen Medikamente, wie sie beim nichtkleinzelligen Lungenkarzinom in aller Munde sind, nicht bewährt.

Zusammenfassend ist ihr Vater offensichtlich in guten Händen und erhält genau die Therapie, die aktuell zu empfehlen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. N. Frickhofen