Früherkennung?
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Früherkennung?

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Autor Früherkennung?
gesundumjedenpreis
27.12.2010 - 13:45 Uhr
Hallo,

ich bin Mitte 30 und hatte in meiner Jugend viel Kontakt zu Asbest.

Eternit auf dem Dach und am Haus! Nachspeicheröfen mit Asbest

In unser Schule war damals Asbest verbaut und obendrein hatte ich auch noch beruflich Jahrelang mit Asbestdichtungen zu tun.

Also, Kontakt war mehr als genug gegeben! Ich bin zum Glück mein ganzes Leben lang Nichtraucher aber alle meine Bekannten rauchen, da raucht man gut passiv mit.

Was würden Sie für eine Früherkennung vorschlagen? Ich bin leider Kassenpatient und irgendwie wurden beim Hausarzt, meine Bitte nach röntgen meiner Lunge ein wenig abgewimmelt.
Also, ich zahls auch selber, habe mich mal ein wenig schlau gemacht, ein Ganzkörper MRT kostet zwischen 1200 bis 1500 EUR, dass wäre mir die Sache schon wert! Oder ist das mit Kanonen auf Spatzen schiessen? Gibt es kostengünstigere Verfahren, wenn ja, was würden Sie empfehlen?
Und in welchen Zeitabständen würden sie die Untersuchung empfehlen? Jährlich alle 2 Jahre oder...?

mfg
Frau Dr. med. Serke
29.12.2010 - 15:21 Uhr
Leider gibt es zurzeit keine sinnvolle Früherkennung für ein ev. Lungenkarzinom.

Es wird über Empfehlungen diskutiert, jährliche Niedrigdosis-CT´s bei starken aktiven oder ehemaligen Rauchern zwischen 55 und 74 Lebensjahren mit einem Nikotinkonsum von mindestens 30 Packungsjahren (z.B. je eine Packung Zigaretten pro Tag 30 Jahre lang oder 3 Packungen pro Tag 10 Jahre lang) zu empfehlen, da dies ev. zu einer Reduktion der Mortalität am Lungenkarzinom um ca. 20% führen könnte.

Dies gilt sicher nicht für einen ca. 35-jährigen Nichtraucher, wobei nicht Kostenaspekte, sondern die Risiken regelmäßiger CT-Kontrollen gegen CT-Vorsorgeuntersuchungen sprechen. Man muss wissen, dass es bei vielen Menschen im CT Veränderungen gibt, die meist harmlos sind, aber auch einem frühen bösartigen Tumor entsprechen können, und deshalb derartige CTs häufig letztlich unnötige Folgeuntersuchungen bis zur Op auslösen.

Übrigens, wenn das Asbest im Eternit ruhig auf dem Dach eines Hauses liegt, ist das ev. Krebs-Risiko gering, gefährlicher sind regelmäßige z.B. berufliche Asbestbelastungen z.B. bei Dachdeckern beim Verarbeiten, Schleifen oder Schneiden von Asbest. Die Wirksamkeit von Ganzkörper-MRT zum Lungenkrebs-Screening ist nicht in Studien geprüft und ich würde dies nicht empfehlen.

Also, es gibt zurzeit leider keine Früherkennnungsmaßnahme, die man Ihnen sinnvoll vorschlagen könnte.