Frage zum Lungenkrebs
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Frage zum Lungenkrebs

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Autor Frage zum Lungenkrebs
bs1966
29.06.2016 - 07:13 Uhr

Eine enge Verwandte ist an Lungenkrebs erkrankt. Leider werden wir als Angehörige so gut wie gar nicht von den Ärzten aufgeklärt. Die Betroffene selbst ist ebenfalls kaum in der Lage, die Informationen der Ärzte zu fassen und weiterzugeben.

Anhand des Arztberichtes habe ich versucht, mir mühsam Informationen zu erlesen, was wiklich sehr schwierig ist. Die Tumorformel cT3 N1 M1a (PUL) hat mich sehr erschüttert, weil die Betroffene selbst verstanden hatte, dass keine Metastasen vorhanden sein. Könnten Sie mir bitte die Bedeutung des Buchstabens a hinter M1 erklären? Die Therapie wurde in Form einer pallitativen Chemotherapie mit Caboplatin und Vinorelbin begonnen.

Sollte in diesem Fall nicht aber auch über eine begleitende biologische Therapie bzw. auch über den Einsatz eines Pallitativ-Teams nachgedacht werden? Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Information.

Mit freundlichem Gruß
bs1966

Herr Dr. med. Heigener
01.07.2016 - 07:11 Uhr

Bei der Beschreibung von Metastasen beim Lungenkarzinom wird zwischen M1a für Metastasen im Brustkorb (also in erster Linie Lunge und Rippenfell) und M1b außerhalb des Brustkorbes (z.B. Gehirn, Leber und Nebennieren) unterschieden.

Dies hat für die Behandlung in der Regel keine Konsequenz, aber für die Prognose (die statistisch zu erwartende Überlebenszeit). Diese ist für M1a besser als für M1b. Welche Therapie gegeben wird, hängt von den feingeweblichen Untersuchungen am Tumor ab. Zunächst einmal ist die Kombination Carboplatin und Vinorelbin ein gängiges Therapieschema.

Ein Bruchteil der Patienten mit einem sogenannten Adenokarzinom eignet sich für eine Tablettentherapie ("EGFR-" oder "ALK-positiv"). Die Gabe von Bevacizumab kommt grundsätzlich in Frage, es gibt jedoch viele Kontraindikationen.

Für das Plattenepithelkarzinom gibt es auch einen Antikörper, welcher zur Chemo dazu gegeben werden kann, der Nutzen ist allerdings gering mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen.

Die Immuntherapie ist noch nicht für die erste Behandlung dieser Erkrankung zugelassen, sondern erst, wenn eine Therapie nicht mehr funktioniert ("Zweitlinientherapie").

Eine palliativmedizinische Begleitung sollte jetzt beginnen. Hier könnte man auch den Hausarzt fragen, welche Angebote es in Ihrer Region gibt. Bitten Sie die behandelnden Ärztinnen und Ärzte um einen Gesprächstermin zusammen mit der Patientin um solche Dinge zu klären.