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Schmerztherapien für Lungenkrebspatienten

Lungenkrebs Schmerztherapie Mit dem Fortschreiten einer Lungenkrebserkrankung sehen sich viele Betroffene zunehmend mit starken Schmerzen konfrontiert. Eine individuelle Schmerztherapie kann helfen, das Symptom zu lindern und so die Lebensqualität der Patienten zu steigern. In vielen Fällen kann dadurch sogar völlige Schmerzfreiheit erreicht werden.


Im Verlauf einer Lungenkrebserkrankung entwickeln sich Schmerzen oftmals zu
einem ständigen Begleiter. Für die Betroffenen ist dies sehr belastend und hat große Beeinträchtigungen im Alltag zufolge. Ursächlich kann der Tumor selbst sein, ein häufiger Auslöser sind aber auch Metastasen. Diese siedeln sich oftmals in den Knochen an und bewirken deren Abbau. Dadurch kann es zu Reizungen der Knochenhaut und benachbarter Nerven kommen, was beim Patienten starke Schmerzen auslöst. Die Beschwerden können jedoch ebenso eine Folge der Therapie sein, beispielsweise nach einer Operation. [1]

Oftmals akzeptieren Betroffene die Schmerzen und verzichten auf die Einnahme von Medikamenten, um ihren Körper nicht weiter zu belasten. Hier ist Tapferkeit jedoch fehl am Platz: Der Heilungsprozess ist bei weitem erfolgreicher, wenn der Körper Ruhe finden kann und seine Kraft nicht zusätzlich auf die Bekämpfung der Schmerzen richten muss. Zudem kann der Dauerreiz eines über längere Zeit empfundenen Schmerzgefühls zu einer Ausprägung des „Schmerzgedächtnisses“ und somit zu chronischen Beschwerden führen. Eine Schmerztherapie ist daher ratsam – mitunter ist dann sogar eine vollkommene Beschwerdefreiheit möglich. [2]

Da Schmerzwahrnehmung auf individuellem Empfinden beruht, können Ärzte die Stärke des Symptoms nicht messen. Es ist daher empfehlenswert, ein Schmerztagebuch zu führen, in welchem der Patient die Art der Beschwerden festhält, deren Intensität auf einer Skala von null bis zehn einstuft. Dies erleichtert die Planung einer Behandlung, die genau auf die Situation des Patienten abgestimmt ist. Sind die Schmerzursachen im Detail abgeklärt, können diese gezielt gelindert werden. Anhand des Tagebuchs kann der Arzt nachvollziehen, ob Nebenwirkungen auftreten oder die Therapie ein Nachlassen der Schmerzen bewirkt. [1]

Eine solche Schmerztherapie kombiniert üblicherweise mehrere Maßnahmen. Das Hauptziel ist es, die Ursache – also den Tumor oder die Metastasen – gezielt zu bekämpfen. Dies kann zum Beispiel durch eine Operation, eine Bestrahlung oder eine zielgerichtete, personalisierte Therapie erfolgen. Hinzu kommt die regelmäßige Einnahme von schmerzlindernden Medikamenten. Diese werden nach einem von der WHO entwickelten Stufenschema verabreicht: Reichen „normale“ Schmerzmittel nicht aus, werden Morphine und schließlich Opiate eingesetzt. Die Einnahme sollte rechtzeitig erfolgen, um schlimmere Beschwerden gar nicht erst entstehen zu lassen. Eine sinnvolle Ergänzung können auch nervenstimulierende Maßnahmen darstellen, beispielsweise Akupunktur oder Entspannungsmethoden wie Massagen oder Bäder. [3] Die Zusammenstellung des Behandlungsplans sollte in enger Zusammenarbeit des Patienten und des behandelndes Arztes erfolgen.

Quellen:
[1] Deutsches Krebsforschungszentrum (2011): Lungenkrebs: Behandlung von
belastenden Symptomen. Verfügbar unter:
http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/lungenkrebs/… [29.10.2012].

[2] Deutsches Krebsforschungszentrum (2006): Grundlagen. Schmerzen bei
Krebs – so entstehen sie. Verfügbar unter:
http://www.krebsinformationsdienst.de/leben/… [29.10.2012].

[3] Deutsches Krebsforschungszentrum (2007): Behandlung. Schmerzen bei
Krebs müssen nicht ertragen werden. Verfügbar unter:
http://www.krebsinformationsdienst.de/leben/… [29.10.2012].

Quelle: http://www.lungenkrebs.de