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Anschlussrehabilitation für Lungenkrebspatienten

Lungenkrebs AnschlussrehabilitationNach der ersten abgeschlossenen Lungenkrebstherapie ist es das oberste Ziel, sich von den Folgen der Behandlung und der Krankheit so weit wie möglich zu erholen. Verschiedene Rehabilitationsmaßnahmen können die Patienten dabei unterstützen, in den Alltag zurückzufinden. Wir stellen Ihnen vor, was das für Sie konkret bedeutet.

Auch wenn eine Lungenkrebserkrankung dank moderner Behandlungs-
methoden individuell und zielgerichtet bekämpft werden kann, ist eine Krebstherapie dennoch kräftezehrend – körperlich wie seelisch. Ist die erste Behandlung abgeschlossen, geht es daher für die Patienten in erster Linie darum, sich von den Krankheits- und Therapiefolgen zu erholen. Dabei richtet sich der Fokus nicht nur auf die Wiederherstellung der physischen, sondern auch der psychischen Gesundheit. Rehabilitationsmaßnahmen sollen Lungenkrebspatienten dabei unterstützen, in ihren gewohnten Alltag zurückzukehren und neue Lebensenergie zu schöpfen. [1]

Ein Rehabilitationsprogramm umfasst verschiedene Leistungen, die für gesetzlich versicherte Patienten von der Kranken- bzw. Rentenversicherung übernommen werden. Üblicherweise handelt es sich dabei um eine dreiwöchige stationäre Anschlussheilbehandlung in einer spezialisierten Klinik, die direkt nach dem Ende der Krebstherapie begonnen wird. Teils besteht auch die Möglichkeit, ambulante Angebote – meist in Form von Tageskliniken – in Anspruch zu nehmen. Eine Reha kann jedoch auch andere Maßnahmen umfassen, die bei der Wiederherstellung des Wohlbefindens, der Krankheitsverarbeitung oder der Erleichterung des Alltags helfen. [1] Wesentliche Ziele sind eine körperliche, medizinische, seelische und langfristige Unterstützung. [2]

Zur Reha zählen unter anderem auch eine umfangreiche ärztliche Beratung, gezieltes Gesundheitstraining, Ernährungsberatung, Physio-, Ausdauer- und Atemtherapie sowie Informationsangebote, die Hilfe zur Selbsthilfe bieten. [1, 2] So können beispielsweise durch gezieltes Atemtraining nicht nur die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität verbessert, sondern auch die Gefahr einer Lungenentzündung gesenkt werden. Ob und in welcher Form Reha-
Maßnahmen in Anspruch genommen werden sollten, ist vom allgemeinen Befinden des Patienten abhängig. Grundsätzlich sind solche Maßnahmen zwar nicht verpflichtend, aber sehr empfehlenswert. [1] Mehr Informationen rund um Rehabilitationsmaßnahmen und staatliche Leistungen bieten auch regionale Reha-Servicestellen. [3]

Wie es nach der Rehabilitationsphase weitergeht, hängt vom Krankheitsstadium des Patienten ab. Üblicherweise schließt eine längerfristige, vom behandelnden Arzt individuell zugeschnittene Nachsorge an. Im Rahmen dessen wird der Gesundheitsstand der Lungenkrebspatienten überwacht, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen. Anders sieht es aus, wenn die Krebserkrankung durch die Behandlung nicht geheilt, sondern nur verlangsamt werden konnte. Dann geht es bei der Rehabilitation und Nachsorge vor allem darum, die körperliche Fitness und Eigenständigkeit so lange wie möglich zu erhalten und eine weitgehende Beschwerdefreiheit zu ermöglichen. [1]

Quellen:
[1] Deutsches Krebsforschungszentrum (2011): Nachsorge und Rehabilitation bei Lungenkrebspatienten. Verfügbar unter:
http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/­lungenkrebs/...
[22.10.2012].

[2] Deutsche Krebsgesellschaft (2010): Rehabilitation bei Lungenkrebs - Brücke
in den Alltag. Verfügbar unter:
http://www.krebsgesellschaft.de/pat_tdm_112010_lungenkrebs_reha... [22.10.2012].

[3] Deutsche Rentenversicherung: Reha-Servicestellen. Verfügbar unter:
http://www.reha-servicestellen.de [22.10.2012].

Quelle: http://www.lungenkrebs.de